Katzen-krallen

Wer mit Wem – kann das gehen?

Für Sie ist es eine neue Wohnlandschaft, für Ihre Katze ein neues Nagelstudio. Eines der klassischen Probleme jedes Katzenbesitzers: Der kleine Stubentiger kann die neuen Polstermöbel einfach nicht in Ruhe lassen. 

Unzählige Sofas fallen jedes Jahr den scharfen Krallen der gemeinen deutschen Hauskatze zum Opfer. Die schlechte Nachricht ist, dass es dagegen bedauerlicherweise kein Wundermittel gibt. Die gute Nachricht: Durch die Wahl eines robusten Bezugs lassen sich katastrophale Schäden vermeiden - und mit unseren Tipps haben Sie eine gute Chance, Ihre Katze zu überzeugen, erst gar nicht am Sofa zu kratzen.
 

Warum gefällt der Katze das Sofa besonders gut?

Das Lieblingshobby der Katzen ist das Kratzen. Sie haben einen instinktiven Trieb zum Kratzen, da sie dadurch ihre Krallen schärfen und gleichzeitig abgestorbene Hornhaut entfernen. Dabei werden wichtige Muskelgruppen der Katze beansprucht, es dient somit auch dazu, in Form zu bleiben. Man könnte also sagen: Ihre Sofalandschaft ist eine Art Fitnessstudio für Ihre Katze.

Bekannterweise ist es – im Gegensatz zu Hunden – schwierig bis unmöglich, eine Katze zu erziehen. Daher ist es unerlässlich, diese Verhaltensweisen so genau wie möglich zu verstehen und zu versuchen, sie in weniger destruktive Bahnen zu lenken.
Katzen, krallen

Schaffen Sie für Ihre Katze einen anderen Lieblingsplatz – und machen ihn ihr schmackhaft!

Sie müssen Ihrer Katze alternative Möglichkeiten schaffen, an denen sie ihre Bedürfnisse ausleben kann. Katzen bevorzugen raue Oberflächen, an denen sie sich richtig austoben können, bis sie zerfetzt sind.

Ein Kratzbaum oder ein Kratzbrett aus Sisalstoff sind eine gute Option. Hierbei ist darauf zu achten, dass der Kratzbaum hoch genug sein muss, um es der Katze zu ermöglichen, ihren Körper beim Kratzen vollständig auszustrecken (Höhe von mindestens 70 cm). Wählen Sie den richtigen Standort für den Kratzbaum aus. Katzen mögen es im Mittelpunkt zu stehen. Also verstecken Sie ihn nicht im Gästezimmer, sondern positionieren Sie ihn im Mittelpunkt des Geschehens. Ein zweiter Kratzbaum wäre sinnvoll in der Nähe des Schlafplatzes der Katze, denn viele Katzen kratzen gerne gleich nach dem Wachwerden.
Katzenbaum
Tipp:
1. Besprühen Sie diesen Platz mit Katzenminze, das mögen die Katzen. Diese Pflanze hat eine extrem anziehende Wirkung auf Katzen und kann somit dazu beitragen, den Kratzbaum für Ihre Katze unwiderstehlich zu machen.

2. Katzen haben eine starke Abneigung gegenüber dem Geruch von Menthol- oder Zitrusduft. Versprühen Sie den Duft im Bereich Ihres Sofas, somit wird dieses für Ihre Katze unattraktiv.
 

Jetzt zu Ihrem Sofa….


Sie wissen nun, wie Sie Ihre Katze davon abhalten können an Ihrem Sofa zu kratzen. Erfahrungsgemäß sind Katzen aber sehr eigensinnige Tiere und daher kann keine Methode eine hundertprozentige Erfolgsgarantie versprechen. Um ganz auf Nummer sicher zu gehen, sollten Sie schon bei der Anschaffung eines Sofas darauf achten, einen "katzensicheren" Bezug zu wählen. Selbst wenn Ihre Katze dann doch mal die Krallen auf Ihrem Sofa ausfährt, haben Sie die Gewissheit, dass es nicht gleich zur Katastrophe ausartet.
Katze, Kratzbaum

Der richtige Stoff für Katzenhalter

Eins vorweg: Eine Katze bekommt jeden Bezug kaputt gekratzt. Eine Garantie dafür, dass ein neues Sofa Ihre Katze aushält, können wir daher natürlich nicht übernehmen.

Unsere Empfehlung sprechen wir Sofas mit Mikrofaser-Bezug aus, da der extrem feinmaschige Stoff relativ kratzresistent ist und sich im Gegensatz zu Baumwolle einfach reinigen lässt. Fäden ziehen ist hier so gut wie unmöglich und die glatte Oberfläche des Stoffes regt die Katze auch nicht sonderlich zum Kratzen an.

Sofas aus Baumwollstoffen sollten Sie beim Zusammenleben mit Katzen definitiv meiden. So angenehm sie sich auch anfühlen, sind sie anfälliger für Verschmutzung und auch Fäden werden hier leicht(er) herausgezogen. Flachgewebe aus Kunstfaser bieten den gleichen Komfort, zeichnen sich dabei aber durch Langlebigkeit und hohe Widerstandsfähigkeit aus. Noch wichtiger ist allerdings die Webart des Stoffes. In grobmaschigeren Stoffen bleiben die spitzen Krallen leicht hängen und ziehen Fäden heraus, bei feinmaschigen Bezügen ist diese Gefahr weniger gegeben. Stoffe aus Kunstfaser sind zumeist feinmaschiger verarbeitet und haben eine bedeutend höhere Abriebfestigkeit. Sie sind somit weitaus langlebiger im Kontakt mit Katzen und lassen sich auch erheblich einfacher reinigen.
 

Soll es ein Ledersofa sein?

Leder hat meist eine glatte Oberfläche, das regt Katzen oftmals nicht zum Spielen an. Denn grundsätzlich sind Stoffe aufgrund ihrer rauen Struktur einladender zum Krallenwetzen. Absolute Sicherheit gibt es da jedoch nicht. Denn nicht nur bei der Krallenpflege, auch beim alltäglichen Spielen und Herumtoben hinterlassen die Stubentiger ihre Spuren. Wenn es für Sie unbedingt ein Ledersofa sein soll, entscheiden Sie sich auf jeden Fall für ein Sofa aus echtem Leder, das eine hochwertige Qualität aufweist und so dick wie möglich ist. Auf billigem, dünnem Leder sieht man oft sofort jeden Kratzer und Kunstleder ist besonders anfällig für Kratzspuren. Unter dem Aspekt der Sauberkeit ist ein Ledermöbel in jedem Fall vorteilhaft: Schließlich ist es leicht abgewischt, und auch Haare können sich auf der glatten Oberfläche nicht verhängen.

Tipp: Mit einem Lederpflegemittel können Sie leichte, oberflächliche Kratzer kaschieren.
ledersofa, Katze
Am besten ist es natürlich, wenn Ihr Liebling die Couch von vornherein in Ruhe lässt. Wir hoffen, dass Sie und Ihr felliger Freund sich mit diesen Empfehlungen arrangieren können!

Sollten Sie weitere Hilfe zur Auswahl Ihrer Sofas benötigen, können Sie sich gerne jederzeit an unser Berater-Team wenden. Schicken Sie uns eine E-Mail oder kontaktieren Sie uns vor Ort.