Das Thema Wohnen ist den Deutschen wichtig. Das eigene Zuhause wird behütet, gestaltet und geliebt. Dieses Zuhause – wie sieht das eigentlich durchschnittlich aus?

Wir investieren viel Liebe in unser Zuhause. Wieso auch nicht? Die eigenen vier Wände, in denen man tun und machen kann, was man will. In Unterhose und mit einem Pizzakarton auf dem Bauch abends Netflix schauen, Stunden im Bad verbringen, ohne Rechtfertigung oder einfach nur faulenzen: Erlaubt ist alles!

Vor dem Hintergrund der Globalisierung wird die Wohnung der zentrale Ort der Identität. Durch die persönliche Wohnungseinrichtung wissen die Menschen, wo sie wirklich hingehören. Das eigene Zuhause wird behütet, gestaltet und geliebt.

Pole Position: das Wohnzimmer

Laut einer Forsa-Umfrage ist das Wohnzimmer bei 88 Prozent der Befragten nicht nur der größte Raum ihres Zuhauses, sondern auch der am meisten genutzte. 71% Prozent halten sich im Wohnzimmer, im wachen Zustand, am häufigsten auf. Das sind Zahlen, die sich jede Studie wünscht: 99% der Befragten sind Komfort und Gemütlichkeit zu Hause am Wichtigsten. Dicht gefolgt von Technik, die 74% erreichte.

Die t.Couch hat darin einen hohen Stellenwert. Dabei greift der Konsument gerne zu Möbeln, die sich individuell seinen Bedürfnissen anpassen lassen.

Fun fact: Trotz der Digitalisierung würden 69% der Befragten eher auf eine funktionierende Internetverbindung verzichten, als auf ihre Couch. Und doch: Bei mehr als jedem Dritten kommt es zumindest manchmal vor, dass man zusammen mit mehreren Personen im Wohnzimmer ist, sich aber jeder für sich mit seinem mobilen Gerät beschäftigt.

Neben Sitzmöbeln gehört für die meisten Menschen eine locker aufgebaute Wohnwand in das Zimmer. Diese hat die Schrankwand fast vollständig abgelöst – zumindest bei den jüngeren Konsumenten. Moderne Wohnwände bestehen aus modulartigen, direkt auf der Wand oder einem Paneel aufgebrachten Stauraumlösungen. Das können Schubladensysteme, Vitrinen, geschlossene Schränke oder auch Regalböden sein.

Das Herzstück: die Küche

Die typische Küche ist heute ein zum Wohnzimmer geöffneter Raum, der aber noch klar als Küche erkennbar ist. Mit ihrer klassischen Küchenfront, Arbeitsflächen auf der Theke oder -Insel sowie den eingebauten Elektrogeräten ist ihr Zweck klar erkennbar. Die Küche ist ein gemütlicher Ort, man bleibt auch gerne dort sitzen, um sich zu unterhalten – aber zum Entspannen geht man lieber ins Wohnzimmer.

Da die Küche nicht mehr wie früher ein abgeschlossener Raum ist, bei dem man einfach die Tür schließen kann, muss sie auch den Blicken der Gäste standhalten. Man legt Wert auf hochwertige Oberflächen, praktische Ordnungssysteme, bei denen Geschirr und Elektrogeräte hinter Glas oder Schranktüren verschwinden. Hochwertige Kaffeeautomaten und Küchengeräte werden aber auch gerne präsentiert und ins rechte Licht gerückt – quasi als Dekoration.

Die meisten Küchen sind dezent weiß und erwecken so einen wertigen, aber keinen luxuriösen Eindruck. In der Zukunft wird die Abgrenzung zwischen Küche und Wohnzimmer nach und nach aufgehoben. Die Küche rückt vermutlich optisch und räumlich weiter in den Wohnbereich. Zuerst wird die Küche gekauft und dann das restliche Wohnzimmer drum herum gestaltet.

Die Nasszelle: das Bad

Das Bad ist, wie erwartet, in den meisten Fällen, der kleinste Raum in der Wohnung, rangiert aber auf Platz drei der wichtigsten Räume. Die Menschen halten sich immer länger im Bad auf, durchschnittlich 40 Minuten am Tag. Der Raum erlebt aktuell eine Aufwertung: Er wird etwas größer.

Waren es über viele Jahre um die sechs Quadratmeter, bringt es der Durchschnitt aktuell auf 9,1 Quadratmeter. Allerdings verändert sich das Erscheinungsbild nur sehr langsam. Es dauert durchschnittlich 19,5 Jahre, bis sich die Deutschen eine Renovierung gönnen. Zur Farbe greifen sie etwas häufiger, wenn auch meist nur punktuell.