Ratgeber: So erkennen Sie Stoff-Qualität!

„Wie gut ist dieser Stoff?“ – diese Frage kommt in vielen Beratungsgesprächen auf. Bei der Beantwortung hängt natürlich viel von den Anforderungen und Gepflogenheiten der jeweiligen Be-Sitzer ab – beispielsweise von Kindern oder Haustieren im Haushalt. Dennoch gibt es ein paar generelle Kriterien, mit denen die Eigenschaften von Bezugsstoffen beschrieben werden: Lichtechtheit, Scheuerbeständigkeit, Pillingverhalten und Reibechtheit. Diese stehen meist auf der Rückseite der Stoffmuster. Was genau diese Werte bedeuten, erfahren Sie hier.

Lichtechtheit

Mit der Zeit verändern sich Stoff- und Lederbezüge durch die Einstrahlung der Sonne und bleichen aus. Diese farblichen Veränderungen lassen sich leider bei keinem Bezugsmaterial vermeiden. Um dem vorzubeugen, sollte man sein Sofa bei starker Sonneneinstrahlung durch heruntergelassene Jalousien oder Vorhänge schützen und idealerweise nicht direkt an ein Fenster stellen. Als Lichtechtheit bezeichnet man die Resistenz eines Stoffes gegenüber der Einwirkung des Lichts. Der beste Wert auf der Skala ist die Lichtechtheit 8, aber auch schon Stoffe mit Werten ab 5 sind hier sehr gut.

Scheuerbeständigkeit

Für die Lebensdauer eines Stoffes ist es wichtig zu wissen, wie widerstandsfähig er gegen Abrieb ist. Mit dem sogenannten Martindale-Test simulieren Hersteller eine Nutzung über einen längeren Zeitraum, indem sie den Stoff gegen andere Materialien reiben. Gemessen wird hierbei die Anzahl der Scheuertouren (Umdrehungen), bis der Stoff zerschlissen ist. Der aktuell beste Wert liegt hier bei 100.000 Scheuertouren – jedoch ist bei einer legeren Polsterung bereits ein Wert von 10.000 Scheuertouren ausreichend.

Pilling-Verhalten

Sie kennen es vielleicht von Wollpullovern: Nach einer Weile bilden sich kleine Knötchen auf dem Stoff. Die Bildung dieser Knötchen, bei der sich Fasern von der Oberfläche lösen und miteinander verbinden nennt man Pilling. Vor allem bei Flachgeweben kann dies vorkommen. Mit sogenannten Fusselrasierern lassen sich die verknoteten Fasern lösen. Die Skala für dieses Verhalten reicht von 1 (stark) bis 5 (gering) und ist auf den Bezugsstoffen angegeben.

Reibechtheit

Mit der Reibechtheit wird die Gefahr beschrieben, dass ein Polsterstoff auf andere Textilien abfärbt. Auch wenn dieses Problem heute kaum noch auftritt, weil die meisten Bezüge relativ farbecht sind, kann es doch in seltenen Fällen vor allem bei dunklen Bezügen vorkommen, dass die Farbe der Couch beispielsweise auf die Kleidung abfärbt. Bei einem Stoff mit der Reibechtheit 1 ist die Gefahr des Abfärbens am höchsten – die Skala reicht bis 5.
Ein viel häufigeres Problem in diesem Zusammenhang ist das Abfärben von Textilien auf den Sofabezug. Häufig geschieht dies beispielsweise, wenn man sich mit einer neuen dunklen Jeans auf ein helles Sofa setzt. Dabei handelt es sich um einen Mangel des Bekleidungsstoffes, nicht des Sofabezugs.

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