Ratgeber: So erkennen Sie Lederqualität!

Lederbezüge sind nicht nur Gewähr für eine lange Lebensdauer, sie repräsentieren auch Schönheit und Eleganz der Natur. Leder ist ein Naturprodukt, mit allen seinen natürlichen Eigenschaften. Gerade bei Leder sollten Sie auf Qualität achten, dann bekommen Sie nämlich weiche, geschmeidige, atmungsaktive Lederarten (Qualität hat wie immer auch bei Leder seinen Preis). Hochwertiges Leder ist so gefärbt, dass sich die Farbe um jede einzelne Faser legt und alle natürlichen Merkmale sichtbar lässt. Für eine Polstergarnitur werden fünf bis sieben Häute verarbeitet.

Die Tiere haben unter unterschiedlichen Bedingungen gelebt, keine Haut gleicht der anderen, wodurch Struktur- und Farbabweichungen sowie Natur- und Wachstumsmerkmale entstehen, die naturbedingt sind. Diese Lebenszeichnungen beeinträchtigen weder den Wert, noch die Haltbarkeit, sie machen aus jedem Möbel ein Unikat.

 

Lederpflege leicht gemacht!

Bedenken Sie bitte immer, dass auch Leder durch starke Lichteinwirkung, insbesondere Sonne, ausbleicht und dauerhafte Nähe zu eingeschalteten Heizkörpern das Leder austrocknet und es porös und brüchig macht. Abhilfe: Für Beschattung bzw. Luftbefeuchter sorgen.

Lederpflege: Damit Polstermöbel lange Zeit schön bleiben, müssen sie regelmäßig gereinigt und gepflegt werden. Lederpflege erfordert wenig Aufwand. Es ist empfehlenswert, neben der normalen Unterhaltspflege (leichtes Absaugen und gelegentliches Abwischen mit einem feuchten Tuch) das Leder je nach Nutzung ein- bis zweimal pro Jahr mit speziell geeigneten Reinigungsprodukten zu säubern und entsprechend geeignetem Lederpflegemittel gemäß Gebrauchsanweisung zu behandeln. Bitte die Herstelleranleitungen beachten. Reinigen Sie am besten immer ganze Teile großflächig von Naht zu Naht. Bitte nicht mit ungeeigneten Mitteln wie z.B. Schuhcreme, Bohnerwachs oder Kosmetik experimentieren! Beanspruchte Stellen am Nubuk-Lederbezug können mit weicher Bürste, Nubuk-, Pad- oder Schaumstoffschwamm wieder aufgeraut werden.

Fleckentfernung: Versuchen Sie niemals, Flecken auf der Stelle reibend oder mit Lösungsmitteln zu entfernen (z.B. Fleckenentferner, Terpentin, Benzin)! Flüssigkeiten und Speisen bitte sofort mit einem saugfähigem Tuch abnehmen. Fettflecken bei Natur belassenem Leder nicht behandeln, nur sofort abwischen – sie ziehen häufig ins Leder ein und werden nach Wochen unsichtbar. Restflecken mit Lederreiniger großflächig von Naht zur Naht nacharbeiten. Je nach Lederart kann auch Fleckenschutz nachimprägniert werden.

Es besteht ein großer Unterschied zwischen Glattleder und Veloursleder. Aus diesem Grund bitte immer die Pflegeanleitungen beachten. Leder-Pflegesets enthalten aktive Substanzen, die ideal sind, um das Leder zu schützen.

  • Reinigen mit einem Schwamm: Durch Pressbewegungen Schaum erzeugen. Reinigen Sie das Leder mit kreisenden Bewegungen und nehmen Sie damit die oberflächlichen Verschmutzungen aus den Poren des Leders auf.
  • Pflege und Imprägnierung: Geben Sie die Licht-Schutzcreme auf das beiliegende Tuch und verteilen Sie die Creme auf dem Leder.

Polsterung: Die bevorzugte "legere Polsterung" (im Gegensatz zur straffen Polsterung wie bei Stilmöbeln) ist an ihrer Anschmiegsamkeit zu erkennen. Die Polsterung ist weicher und der Bezug nicht glatt, damit man "im Sofa" und nicht "auf dem Sofa" sitzt. Eine optisch wellige Oberfläche auf Sitz, Rücken und Armlehnen stellt keinen Qualitätsmangel dar, sondern ist modellbedingt gewollt, um optimalen Sitzkomfort zu gewährleisten. Unsere losen Sitz- und Rückenkissen gehören nach Gebrauch aufgeschüttelt. Um die Flächen nach der Benutzung zu glätten, sollten modellbedingt die Sitz- und Rückenkissen nach außen gestrichen, geklopft oder geschüttelt werden.

WICHTIG!
Vermeiden Sie auch das Abfärben von nicht farbechten Bekleidungstextilien auf helle und pastellfarbene Polstermöbel. Diese Verfärbungen sind äußerst hartnäckig und können aus den meisten Bezugsmaterialien nicht mehr entfernt werden.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir bereits bei der Bestellung auf diese Eigenschaften des Naturproduktes Leder aufmerksam machen. Die angesprochenen Punkte und die Verarbeitungskriterien für Leder basieren auf der gewachsenen Natürlichkeit des Leders und stellen keinen Qualitätsmangel dar.

 

Die wichtigsten Lederarten für Polstermöbel!

Bitte wählen Sie aus den unten aufgeführten wichtigsten Lederarten für Polstermöbel, die für Ihre Einsatzbereiche passende heraus und sorgen Sie für die richtige Pflege – dann haben Sie lange Freude mit Ihrem Ledermöbel.

Anilinleder – Naturbelassenes Leder

  • Eigenschaften: Weich, warm, edel, anschmiegsam, atmungsaktiv, nimmt Körperwärme sehr schnell an; höchste Qualität, da nur beste Häute verwendet werden können.
  • Empfindlichkeit: Bleicht aus, anfälliger für Verschmutzungen; kann im Lauf der Jahre etwas "speckig" werden.
  • Pflegeaufwand: Regelmäßig pflegen (je nach Nutzung in etwa 2-mal pro Jahr), regelmäßig feucht abwischen.
  • Geeignet für: Hoher Komfort für Lederkenner und Liebhaber; sorgsame Nutzung. Empfindlicher und weniger geeignet bei Kleinkindern und Haustieren.


Semi-Anilinleder
– Leicht pigmentiertes Leder

  • Eigenschaften: Atmungsaktivität im Vergleich zu naturbelassenem Leder geringer; passt sich dem Körper und der Raumtemperatur an.
  • Empfindlichkeit: Gute Licht- und Reibeechtheitswerte, weniger empfindlich als naturbelassenes Leder.
  • Pflegeaufwand: Pflegefreundlich (ca. 1-2-mal pro Jahr pflegen), feucht abwischen.
  • Geeignet für: Normale und regelmäßige Nutzung.


Pigmentierte Leder und Spaltleder

  • Eigenschaften: Preisgünstig. Weniger atmungsaktiv, wirkt „kühl“, weniger weich.
  • Empfindlichkeit: Gute Strapazierfähigkeit, weniger empfindlich.
  • Pflegeaufwand: Gering (feucht abwischen), etwa 1-mal pro Jahr pflegen.
  • Geeignet für: Eignet sich gut für intensiveren Gebrauch, bei sachgemäßer Nutzung robust und unempfindlich.


Spaltvelours

  • Eigenschaften: Kaum atmungsaktiv (vor allem gedecktes Spaltleder), günstigstes Leder, geringere Qualität.
  • Empfindlichkeit: Auch bei Imprägnierungen relativ hoch, nicht sehr reißfest, kaum Temperaturausgleich, bekommt "Speckeffekte" (Patina).
  • Pflegeaufwand: Relativ hoch.


Nubuk-, Rau-, und Veloursleder

  • Eigenschaften: Weich, warm, anschmiegsam, nimmt Körperwärme schnell an, fühlt sich an wie Veloursstoff.
  • Empfindlichkeit: Bleicht aus und ist empfindlich, auch mit Imprägnierung, bekommt "Speckeffekte" (Patina).
  • Pflegeaufwand: Regelmäßig je nach Nutzungsintensität reinigen und pflegen (ca. 2-3-mal pro Jahr).
  • Geeignet für: Für Lederkenner und Liebhaber; sorgsame Nutzung.


Blankleder

  • Eigenschaften: Je naturbelassener die Oberfläche, desto empfindlicher. Pigmentiert hat es eine gute Lichtbeständigkeit, erwärmt sich langsam, mittlere Atmungsaktivität. Kräftiger, fester Griff.
  • Empfindlichkeit: Weniger empfindlich.
  • Pflegeaufwand: Je nach Oberfläche, nicht sehr hoch.
  • Geeignet für: Wird häufig als selbsttragendes Leder (ohne Polsterung) für Stuhl und Sesselbespannung eingesetzt.

 

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